Teueres Berlin

Die Nummer Eins zu sein, ist teuer. So belegen erstmals Zahlen, wie viel unsere Hauptstadt für die Unterstützung von Polizisten aus anderen Bundesländern bei Großeinsätzen zahlen musste. Im Jahr 2011 kamen so Kosten von 8,4 Millionen Euro zusammen.

Das ist ungefähr doppelt so viel wie im Jahr 2010. Die steigenden Kosten sind dadurch zu erklären, dass mit zunehmender Popularität Berlins auch die Anzahl der Großeinsätze der Polizei ansteigen. Schon bald steht ein weiterer an: In der Walpurgisnacht bzw. am 1. Mai kommen wieder Kosten in Millionen-Höhe auf die Hauptstadt zu. Im Vorjahr kostete der Polizeieinsatz während dieses Feiertages satte 2,09 Millionen Euro. Dieses Jahr wird es nicht weniger werden. Immerhin hat der Papst bislang keinen Besuch für das Jahr 2012 angekündigt. Der kostete die Hauptstadt im vergangenen September nämlich schlappe 431.853 Euro an Polizeikosten. Im Vergleich zur Räumung der Liebigstraße 14, war das allerdings ein Schnäppchen. Hier beliefen sich die Kosten auf 535.325 Euro (siehe hier).

Großereignisse kosten Berlin viel Geld
Auch die Polizei-Einsätze aufgrund der Autobrandstiftungen im vergangen Jahr waren mit 2,08 Millionen Euro enorm teuer. Hinzu kommen Events und Ereignisse wie die Sicherung des Nato-Außenministertreffens oder der Schutz des israelischen Ministerpräsidenten beim Staatsbesuch. So braucht Berlin dringend mehr eigenen Polizisten. Berlin kooperiert bereits mit dem benachbarten Bundesland Brandenburg. Wenn die Einsätze des geliehen Personals nicht länger als 24 Stunden dauern, muss die Stadt Berlin keine Kosten zurück erstatten. Doch das reicht noch nicht aus. So bittet das Land Berlin momentan um Unterstützung, wenn die eigenen Polizeikräfte für die anstehenden Einsatzlagen nicht ausreichen. Auch für 2012 werden die Polizeikosten wieder in die mehrfache Millionenhöhe schnellen.

Friedrichs Dennis
Ich bin ein begeisterter Redakteur, immer auf der Suche nach neuen und spannenden Themen. Die Freizeit wird durch Fotografieren und Sport fast vollkommen vershclungen.Andere Artikel vom Autor Friedrichs Dennis
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