Gold als sicherste Anlage und Rettung

Gold konnte bisher, wie viele andere Edelmetalle, nicht von der Krise des Euros profitieren. Dies könnte sich jedoch nach vielen Meinungen ändern. Spätestens, wenn Staaten und Banken neues Geld bei der EZB einfordern und die EZB die Druckmaschinen “anschmeißt” wird der Siegeszug der Edelmetalle beginnen.

Die momentane Entwicklung auf dem Goldmarkt ist von verschiedenen Faktoren abhängig und von unterschiedlichen Impulsen geprägt. So konnte der Goldabsatz zum Beispiel durch den Streik von indischen Goldhändlern beeinflusst werden. Der Streik war nach einer Verdoppelung der Gold-Importzölle in Indien ausgebrochen. Durch diese Vorgehensweise wollte die indische Regierung in erster Linie eine Verschlechterung von der indischen Handelsbilanz unterbinden. Indien ist zurzeit der größte Importeur von Gold. Neben Indien ist China der zweitgrößte Importeur von Gold. Die Goldnachfrage aus beiden Ländern, aber besonders aus China, ist so hoch wie nie zu vor und steuert auf weitere Rekordstände zu. Auch hierzulande ist die Nachfrage nach Gold ist groß. Anleger investieren, um Papiergeld gegen etwas wertvolls einzutauschen. Manche Nedverbraucher werden aber durch Falschinformationen in die irre geleitet, dass man Gold in Form von Schmuck jetzt am besten verkaufen sollte, weil man dafür Papiergeld bekommt. Moneygold gehört zu einigen der Firmen, die solche Dienste anbieten und das Altgold von Anwendern einfach annehmen. In den USA haben in New York bereits viele ihr Gold abgegeben, um eine Reise zu finanzieren. Damit kann man sich eine Reise leisten, aber zugleich bringt man sich in eine knifligere Situation, denn dass System wird kollabieren. Wir waren Anlegern eher in Gold und Silber zu investieren.

Auf der anderen Seite steigt zugleich aber auch die Nachfrage von privaten Investoren im Euro-Raum, die nach Wiederaufleben der Euro-Schuldenkrise vorrangig in Edelmetalle investieren wollen. Durch die neue geschaffene Krise auf dem Euro-Markt konnte sich Gold erneut als “sicherer Hafen” empfehlen. Der Fokus der Anleger wird sich in den kommenden Monaten wohl noch weiter auf die Investition in Edelmetalle versteifen, da vor allem die negativen Realzinsen und die Liquiditätsversorgung durch die EZB ihren Teil zu der Entwicklung hinzusteuern.

Besonders eine Eskalation in der Euro- und Schuldenkrise würde in den kommenden Monaten für einen erneuten Boom sorgen. Experten gehen davon aus, dass der Aufwärtstrend bei Gold und Silber wohl bestehen bleibt. Das Fundament ist durch die bisherige, schlechte Krisenpolitik schon bestens gemauert werden. Besonders die EZB hat unter der Führung von Mario Draghi immer weniger Hemmungen bewiesen. Die Kombination zu den niedrigen Leitzinsen führt dazu, dass die Politik eine Kapitalfehlallokation und Überschussliquidität verursacht. Bisher hat die Überschussliquidität von ca. 1.500 Mrd. Euro noch keinen Einfluss auf die Preise gezeigt, was sich jedoch schnell ändern kann. Es kann jedoch nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die EZB dazu gezwungen ist, den geldpolitischen Kurs weiter auszudehnen, um ein vollkommenes Auseinanderbrechen der Eurozone zu verhindern. Der Bankrott von Italien und Spanien droht, diesen gilt es zu verhindern. Das Vertrauen gegenüber EZB und Institutionen wird weiter abnehmen und die Nachfrage nach Edelmetallen wie Gold und Silber erhöhen.

Oliver Stein
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